Die Glasmalerei

Der heutige Begriff der Glasmalerei umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken der Oberflächenveredlung von Gläsern. Er steht als Sammelbegriff für alle Techniken, bei denen Farbe auf die Glasoberfläche aufgebracht wird. Die in der Glasmalerei verwendeten Farben werden in drei Gruppen unterteilt: in Glasschmelzfarben ( streng- und leichtflüssige ), Glasbeizen ( Diffusionsfarben ) und Edelmetallfarben . Die Farben erhalten ihren Farbton durch den Zusatz bestimmter Metalloxide. So werden Rot-Töne durch die Zugabe von Gold, Gelb-Töne durch Silber, erreicht. Die Farben liegen zunächst in Pulverform vor und werden mit unterschiedlichen Mal- und Bindemitteln angerieben. Je nach erwünschter Wirkung gibt es die Möglichkeit, die Farben mit einem öllöslichen oder mit einem wasserlöslichen Mal- und Bindemittelsystem anzuspachteln. Sind die Farben einmal auf das Glas aufgebracht und getrocknet, so wirken sie stumpf und oftmals farblos. Erst nach dem Einbrennen und dem Verschmelzen der Farbe mit der Glasoberfläche bei 540 - 600°C im Glasbrennofen, entfalten die Farben ihren eigentlichen Farbcharakter. Aus diesem Grund sind Farb- und Brennproben vor der eigentlichen Arbeit erforderlich. Neben traditionellen Techniken, wie z.B. das Konturen oder das Modellieren und Radieren von Farbüberzügen finden immer häufiger neuartige Techniken, wie z.B. das Farbspritzen in der Glasmalerei Anwendung.