Marienbildnis

Kath. Kirche Erkelenz

Glasmalerei um 1900, in altmeisterlicher Manier

Detailaufnahme im Durchlicht

Hiby Glasgestaltung 2002

Alte Glasmalereien sind häufig über lange Zeiträume Schwitzwasser und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Abgängige Malereischichten, Ablagerungen auf der Glasoberfläche wie Wetterstein, Korrosionserscheinungen und sogar Pilzbefall können die Folge sein.Im Laufe der Jahre wird durch den Regen der Kitt aus den Bleisprossen ausgewaschen. Die Verglasung verliert hierdurch einen Großteil ihrer Eigenstabilität. Auftretende Windlasten führen zu Deformationserscheinungen. Die hierbei auftretenden Bewegungen haben Bruchstellen im spröde gewordenen Bleinetz zur Folge.Nicht selten sind laienhaft ausgeführte Abdichtungs-, oder Reinigungsversuche,Schutzverglasungen ohne Hinterlüftung des Scheibenzwischenraums und Vandalismus die Ursache starker Schädigung.

Nach dem behutsamen Ausbau der Bleifelder,erfolgt in der Werkstatt zunächst eine Bestandsaufmahme, auf deren Grundlage ein Maßnahmenkatalog erstellt wird. Ziel aller restauratorischen Maßnahmen, ist die Erhaltung und der Schutz der Originalsubstanz, durch minimale, möglichst reversible Eingriffe. Sämtliche retauratorischen Maßnahmen sollten dokumentarisch festgehalten werden.

Nach Abschluß der Werkstattarbeiten, gilt es die Bleifelder vor weiteren schädigenden Einflüssen zu schützen. Bei Einlagerung der Bleiverglasungen ist sowohl auf entsprechenden Abstand der Bleifelder untereinander als auch auf möglichst ideale klimatische Bedingungen zu achten. Bei Wiedereinbau der Bleifelder, soltte nach Möglichkeit eine isothermische Außenschutzverglasung vorgesetzt werden.